Therapieansatz

Therapie folgt nicht der Methode. Sie folgt dem Befund.

Was ein Befund für ein konkretes Anliegen bedeutet, steht nicht in ihm drin. Also machen wir aus einer Annahme etwas, das sich prüfen lässt.

Der Prüfzyklus einer Annahme Ein Kreis mit sechs Stationen: Hypothese — was vermuten wir? Testidee — woran wäre es erkennbar? Ausgangslage — wie ist es jetzt? Gezielte Veränderung — eine Bedingung verändern. Re-Test — dieselbe Aufgabe, dieselbe Funktion. Bewertung — hat es geantwortet, wie wir dachten? Der Rückweg von der Bewertung zur Hypothese ist mit „neu gewichten" beschriftet. Neben der Testidee steht die Frage „hier prüfbar?", von der ein Weg aus dem Kreis hinausführt. In der Mitte steht: Die Testidee steht vor der Handlung. neu gewichten hier prüfbar? Hypothese Was vermuten wir? Testidee Woran wäre es erkennbar? Ausgangslage Wie ist es jetzt? Gezielte Veränderung Eine Bedingung verändern Re-Test Dieselbe Aufgabe. Dieselbe Funktion. Bewertung Hat es geantwortet, wie wir dachten? Die Testidee steht vor der Handlung.

Eine Reaktion kann eine Annahme stärken, schwächen oder verändern. Bleibt sie aus oder fällt sie anders aus als gedacht, ist auch das Information.

Dass sich etwas verändern lässt, beweist noch nicht, warum es entstanden ist.

Nicht alles, was auffällt, muss verändert werden. Eine Spannung kann Teil des Problems sein, eine Reaktion darauf oder etwas, das eine Funktion gerade aufrechterhält.

Eine gezielte Veränderung kann Behandlung sein und zugleich neue Information liefern. Auch eine veränderte Aufgabe, Bewegung oder Gesprächssituation kann zeigen, unter welchen Bedingungen eine Funktion anders verfügbar wird.

Nicht jede Frage lässt sich mit unseren Mitteln beantworten. Dann kann weitere fachliche Klärung der nächste Schritt sein. Das ist kein Abbruch — es ist das Ergebnis.