Logopädie 12. Oktober 2026
Was hat eigentlich … mit dem Kehlkopf zu tun?
Was hat eigentlich der Fuß mit dem Kehlkopf zu tun?
Wir waren im Anatomieunterricht. Thema: die Füße.
Für mich war das selbstverständlich. Wer sich mit dem menschlichen Körper beschäftigt, kommt am Fuß nicht vorbei. Wer dabei an Logopädie denkt, erwartet vielleicht eher Zunge, Lippen oder Kehlkopf.
Wir besprachen gerade die Architektur des Fußes, als ein Student fragte:
„Was hat denn der Fuß eigentlich mit dem Kehlkopf zu tun?“
Damals probierten wir etwas aus: Wir standen aufrecht, hielten einen Ton und veränderten die Belastung unserer Füße. Auf einmal klang manches anders. Das war unsere Beobachtung – noch keine Erklärung dafür, was sich verändert hatte und warum.
Probier es selbst aus: Stell Dich bequem und sicher hin. Halte einen Ton, solange es angenehm ist, und hör zu. Verlagere Dein Gewicht ein wenig auf die Fußballen und wiederhole den Ton. Dann verlagere es auf die Fersen. Bleib dabei so sicher stehen, dass Du Dich nicht festhalten musst.
Was bemerkst Du? Einen anderen Klang? Ein verändertes Gefühl beim Tönen? Vielleicht fällt Dir etwas ganz anderes auf. Vielleicht bleibt für Dich alles gleich.
Fachinfo · Beobachtung
Dieser Versuch ist eine individuelle Wahrnehmungs- und Handlungsaufgabe. Was Du an Deiner Stimme hörst oder beim Tönen spürst, ist eine wirkliche Beobachtung Deiner eigenen Erfahrung – auch dann, wenn ein Messgerät sie nicht erfasst. Daraus folgt noch keine objektiv gemessene Veränderung eines bestimmten akustischen oder physiologischen Parameters; ebenso wenig ist damit ihre Ursache bestimmt. Wahrnehmung, akustischer Messwert und mechanische Erklärung sind unterschiedliche Gegenstände der Untersuchung.
Eine standardisierte Studie würde je nach Forschungsfrage unter anderem definierte Bedingungen, Wiederholungen, kontrollierte Tonhöhe oder Lautstärke und unabhängige akustische Auswertungen verwenden. Sie beantwortet etwa, ob ein Effekt unter festgelegten Bedingungen zuverlässig messbar und zwischen Personen vergleichbar ist. Der Selbstversuch beantwortet eine andere Frage: Was erlebst Du bei dieser Aufgabe, hier und jetzt? Seine Aussagekraft für dieses individuelle Erleben wird durch fehlende Standardisierung nicht aufgehoben; aus ihm lassen sich allerdings keine allgemeinen Effektgrößen oder gesicherten Kausalmechanismen ableiten.
Das Ausbleiben einer wahrgenommenen Veränderung gehört ebenso zur Beobachtung wie ein erlebter Unterschied.
Quellen: Barsties (2012); Barsties von Latoszek et al. (2024); Alemdag et al. (2023). [Q1–Q3]
Deine Füße tragen Dich nicht einfach nur. Sie nehmen den Kontakt zum Boden wahr und liefern Deinem Nervensystem fortwährend Informationen darüber, wie Du stehst. Verändert sich Deine Gewichtsverteilung, organisiert Dein Körper sein Gleichgewicht neu – vom Fuß über die Beine bis hin zu Rumpf und Kopf.
Fachinfo · Gesichert
Die posturale Regulation verarbeitet sensorische Informationen aus dem somatosensorischen, visuellen und vestibulären System. Propriozeptive Signale aus der unteren Extremität tragen zur Gleichgewichtskontrolle bei. Henry und Baudry beschreiben diesen Teilzusammenhang am Beispiel altersbezogener Veränderungen der Beinpropriozeption; die Arbeit untersucht weder Phonation noch eine Verbindung zwischen Fuß und Zungenbein. Der konkrete Umfang der posturalen Anpassung bei dieser Gewichtsverlagerung ist personen- und aufgabenabhängig.
Quellen: Henry & Baudry (2019); Schmidt, Lang & Brandes (2019). [Q4–Q5]
Und der Kehlkopf? Auch er arbeitet nicht allein. Beim Tönen wirken Atemströmung, schwingende Stimmlippen, Muskeln und die beweglichen Räume darüber, darunter und ringsherum zusammen. Was Dein Körper beim Stehen und Atmen organisiert, gehört zu den Bedingungen, unter denen Du Stimme erzeugst.
Fachinfo · Erklärung
Phonation beruht auf gekoppelter aerodynamischer Anregung, Stimmlippenschwingung und akustischer Wechselwirkung mit dem Vokaltrakt. Die extrinsische laryngeale Muskulatur ist Teil der mechanischen Umgebung des Kehlkopfs; Serry et al. untersuchten ihren möglichen Einfluss im computergestützten Modell: Je nach angenommener Zugrichtung am Schildknorpel sagten die Simulationen unterschiedliche Änderungen der Stimmlippenspannung und Grundfrequenz voraus. Das ist eine Modellvorhersage, kein experimentell nachgewiesener Fuß-Kehlkopf-Effekt. Traser et al. untersuchten mittels dynamischer MRT die respiratorische Kinematik und subglottische Druckregulation bei Tonhöhensprüngen. Rudavsky & McLean untersuchten Reaktionen des Beckenbodens auf Rumpfdruckveränderungen, die durch unterschiedliche Stimmaufgaben ausgelöst wurden. Diese Arbeiten stützen unterschiedliche Bausteine der Kopplung zwischen Stimmgebung, Muskeln und Druckorganisation; sie weisen keinen kausalen Effekt einer veränderten Fußbelastung auf die Stimme nach.
Eine Pilotstudie mit acht gesangserfahrenen Erwachsenen (Castillo-Allendes et al.) verglich vier Körperhaltungen. Für Muskelaktivität, aerodynamische Werte und Lautstärke fand sie keine statistisch signifikanten Unterschiede; auf instabilem Untergrund veränderte sich die Tonhöhe. Wegen der kleinen Stichprobe ist sie kein Nachweis eines allgemeinen Haltung-Stimme-Effekts.
Quellen: Serry et al. (2023); Traser et al. (2020); Rudavsky & McLean (2024); Titze (1994); Castillo-Allendes et al. (2025). [Q6–Q9, Q19]
Vielleicht stellst Du Dir eine lange Schnur vor, die vom Fuß bis zum Kehlkopf gespannt ist. So einfach ist der Körper nicht gebaut. Knochen, Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und andere Gewebe gehen an vielen Stellen ineinander über und wirken miteinander. Wir unterscheiden sie, um sie benennen, untersuchen und lehren zu können. Der lebendige Körper hält sich nicht an die Kapitelgrenzen eines Anatomiebuchs. Eine solche Kontinuität allein sagt uns allerdings noch nicht, welche Kraft in unserem Versuch wo übertragen wurde.
Fachinfo · Modell
Die anatomische Gliederung in Knochen, Muskeln, Sehnen, Faszien, Nerven und Organe beschreibt reale Gewebeunterschiede. Ihre getrennte Darstellung ist aber eine Erkenntnis- und Lehrordnung, keine absolute physische Trennung. Im Körper bestehen strukturelle Übergänge, Verankerungen, Kontaktflächen und funktionelle Beziehungen zwischen unterschiedlichen Gewebetypen. Der Begriff fasziales System beschreibt dabei eine wichtige, aber nicht die einzige Form solcher Kontinuität (Adstrum et al.; Stecco).
Myers bildet ausgewählte myofasziale Verbindungen in Linien ab. Dieses Modell hilft beim Fragen nach überregionaler Kraftorganisation, weist aber nicht automatisch eine wirksame Kraftübertragung zwischen zwei beliebigen Endpunkten nach. Weder die Existenz anatomischer Kontinuitäten noch die begriffliche Überwindung künstlicher Kapitelgrenzen belegt, dass beim konkreten Fußversuch eine relevante Zugkraft bis an das Zungenbein übertragen wird. Das bleibt gesondert zu untersuchen.
Auch die Gegenposition wäre zu einfach: Fehlende Evidenz für diese spezielle Übertragung ist kein Nachweis, dass jede mögliche mechanische Beteiligung ausgeschlossen wäre.
Quellen: Adstrum et al. (2017); Myers (2022); Stecco (2015); Schleip et al. (2012). [Q10–Q13]
Und dann gibt es noch einen Beteiligten, den man leicht übersieht: Dich selbst.
In dem Moment, in dem ich Dich bitte, auf Deine Stimme zu achten, hast Du bereits eine neue Aufgabe. Vielleicht möchtest Du es besonders gut machen. Vielleicht suchst Du nach einem Unterschied, weil Du glaubst, dass ich einen erwarte. Vielleicht bist Du einfach neugierig. Was Du erwartest und wie Du Dich fühlst, kann beeinflussen, wie Du sprichst. Und wenn Du Deine Stimme hörst, reagierst Du womöglich wieder auf das, was Du gerade gehört hast.
Fachinfo · Hypothese
Dass eine Person die Erwartungen des Fragenden vorwegnimmt und dadurch ihre Stimmgebung oder ihre Wahrnehmung der eigenen Stimme verändert, ist für diesen Selbstversuch eine plausible, aber nicht direkt überprüfte Annahme. Eine solche Erwartungserwartung wäre durch Kontrollbedingungen prüfbar, in denen dieselbe Fußbewegung mit unterschiedlichen, neutralen oder fehlenden Ankündigungen verbunden wird. Die genannten Quellen untersuchen diese konkrete Konstellation nicht.
Quellenkontext: Dietrich et al. (2020) zur sozial-evaluativen Sprechsituation; Guenther (2016) zum Sprechmotorikmodell. [Q14–Q15]
Fachinfo · Befund
Dietrich et al. (2020) untersuchten die limbische und kortikale Aktivierung bei der Vorbereitung auf eine öffentliche Sprechsituation. Die Untersuchung zeigt, dass eine sozial-evaluative Sprechaufgabe mit charakteristischen neuronalen Vorgängen im Umfeld der Phonation einhergehen kann. Der Befund erlaubt keine direkte Vorhersage, ob eine bestimmte Person beim Verändern ihrer Fußbelastung anders spricht.
Quellen: Dietrich et al. (2020). [Q14]
Fachinfo · Befund
Auditive Rückmeldung ist Teil der sensomotorischen Regulation des Sprechens. Tourville et al. (2008) untersuchten neuronale Mechanismen bei manipulierter auditiver Rückmeldung. Diese Evidenz zeigt die Bedeutung auditiver Rückkopplung, nicht, dass bei einer einfachen Gewichtsverlagerung eine entsprechende Korrekturreaktion ausgelöst wird.
Quellen: Tourville et al. (2008); Guenther (2016) als ergänzender theoretischer Rahmen. [Q16, Q15]
Das alles läuft nicht hübsch nacheinander ab. Stehen, Atmen, Tönen, Wahrnehmen und Erwarten greifen ineinander. Unser Versuch lässt Dich erleben, was bei Dir geschieht. Er verrät uns für sich genommen noch nicht, welcher Anteil dieser Veränderung auf welchen Mechanismus zurückgeht – oder ob Du bei einer Wiederholung dasselbe bemerkst.
Fachinfo · Modell
Eine zirkuläre Beschreibung versteht Phonation nicht als einzelne lineare Ursache-Wirkungs-Kette, sondern als Ergebnis rückgekoppelter Teilprozesse. Herbst et al. (2025) behandeln insbesondere die physikalische Kopplung zwischen Stimmquelle und Vokaltrakt und führen myoelastisch-aerodynamische und Quelle-Filter-Perspektiven zusammen. Guenther beschreibt sensorische und motorische Rückkopplung in der Sprechproduktion. Beide begründen die Betrachtung gekoppelter Prozesse, untersuchen aber nicht die Verbindung zwischen Fußstellung, Emotion und Stimme als Gesamtsystem. Die Erweiterung auf Fußkontakt, posturale Regulation, Atmung, Stimmproduktion, Erwartung und soziale Situation als ein gemeinsames dynamisches Wirkgefüge ist eine integrative Modellannahme, kein bereits vollständig untersuchtes Netzwerk.
Quellen: Herbst et al. (2025); Guenther (2016); Maturana & Varela (1980) als erkenntnistheoretischer Rahmen. [Q17, Q15, Q18]
Was hat also der Fuß mit dem Kehlkopf zu tun?
Der Fuß hat viel mit der Stimme zu tun. Manches auf Umwegen, anderes ziemlich direkt. Die Füße bestimmen mit, wie Du stehst; Dein Stand gehört zu den Bedingungen, unter denen Du atmest und tönst. Welche dieser Verbindungen gerade hörbar wird, ist eine eigene Frage.
Fachinfo · Erklärung
„Ziemlich direkt“ bezeichnet hier die funktionelle Nähe: Eine veränderte Fußbelastung verändert unmittelbar die Anforderungen an den Stand, und die Organisation des Standes gehört zu den körperlichen Voraussetzungen, unter denen Du atmest und einen Ton hältst. Über diese Einbettung hat der Fuß mit der Stimme zu tun.
Gemeint ist keine nachgewiesene unmittelbare mechanische Leitung vom Fuß zur Stimmlippe und keine bestimmte Faszienkette. Die Aussage beschreibt die Bedingungen, unter denen Stimme entsteht, nicht einen Wirkmechanismus von Fuß zu Kehlkopf.
Quellen: Henry & Baudry (2019); Schmidt, Lang & Brandes (2019). [Q4–Q5]
Fachinfo · Hypothese
Ob und auf welchem Weg eine veränderte Fußbelastung einen hörbaren oder messbaren Stimmparameter verändert, ist für diesen Versuch nicht nachgewiesen. Denkbar sind vermittelte Wege über Anpassungen von Gleichgewicht, Rumpf- und Kopfhaltung, Atemorganisation, muskulärer Aktivität und Aufmerksamkeit. Die genannten Quellen untersuchen jeweils Teilbeziehungen; diese Gesamtkette untersuchen sie nicht direkt. Ebenso wenig ist eine bestimmte fasziale Übertragungskette nachgewiesen oder ausgeschlossen.
Eine Prüfung müsste zunächst klären, ob sich unter standardisierten Veränderungen der Fußbelastung akustische oder aerodynamische Stimmparameter systematisch ändern. Erst danach wären vermittelte Mechanismen zu untersuchen. Mögliche Elemente einer Versuchsplanung: zufällige Reihenfolge der Bedingungen, unabhängige Audioanalysen, Messung der Standbelastung und Kontrollbedingungen für Ankündigung und Erwartung.
Quellen: integrative Hypothese auf Grundlage von Q4–Q17 und Q19.
Stehst Du noch auf Deinen Fersen?
Dann komm ruhig wieder auf Deine ganzen Füße zurück. Halte den Ton noch einmal. Vielleicht klingt alles wie vorher. Vielleicht hörst Du jetzt etwas, auf das Du eben noch gar nicht geachtet hast.
Quellen (19)
- Q1Barsties, B. (2012). Moderne Stimmdiagnostik: Hilfsmittel, Untersuchungsprozedur, Auswertung und Interpretation. Forum Logopädie, 26(4), 18–23.
- Q2Barsties von Latoszek, B., Müller, A., & Nasr, A. (2024). Diagnostik und Behandlung in der Stimmtherapie: quantifizierbar – interdisziplinär – nach EBM-Kriterien. Springer.
- Q3Alemdag, M., Cangi, M. E., & Yilmaz, G. (2023). Effects of speech and language therapists’ personality traits and cognitive emotion regulation on the perceptual evaluation of dysphonia. Journal of Voice.
- Q4Henry, M., & Baudry, S. (2019). Age-related changes in leg proprioception: Implications for postural control. Journal of Neurophysiology, 122(2), 525–538. https://doi.org/10.1152/jn.00067.2019
- Q5Schmidt, R. F., Lang, F., & Brandes, R. (2019). Physiologie des Menschen: Mit Pathophysiologie (32. Aufl.). Springer.
- Q6Serry, M. A., Alzamendi, G. A., Zañartu, M., & Peterson, S. D. (2023). Modeling the influence of the extrinsic musculature on phonation. Biomechanics and Modeling in Mechanobiology, 22, 1365–1378. https://doi.org/10.1007/s10237-023-01724-3
- Q7Traser, L., Burk, F., Özen, A. C., et al. (2020). Respiratory kinematics and the regulation of subglottic pressure for phonation of pitch jumps – a dynamic MRI study. PLOS ONE, 15(12), e0244539. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0244539
- Q8Rudavsky, A., & McLean, L. (2024). How does the pelvic floor respond to modulations in trunk pressure induced by a variety of voicing tasks? Physiological Reports, 12(21), e70090. https://doi.org/10.14814/phy2.70090
- Q9Titze, I. R. (1994). Principles of Voice Production. Prentice Hall.
- Q10Adstrum, S., Hedley, G., Schleip, R., Stecco, C., & Yucesoy, C. A. (2017). Defining the fascial system. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 21(1), 173–177. https://doi.org/10.1016/j.jbmt.2016.11.021
- Q11Myers, T. W. (2022). Anatomy Trains: Myofasziale Leitbahnen für Manual- und Bewegungstherapeuten (4. Aufl.). Elsevier.
- Q12Stecco, C. (2015). Functional Atlas of the Human Fascial System. Elsevier.
- Q13Schleip, R., Findley, T. W., Chaitow, L., & Huijing, P. A. (2012). Fascia: The Tensional Network of the Human Body. Elsevier.
- Q14Dietrich, M., Andreatta, R. D., Jiang, Y., & Stemple, J. C. (2020). Limbic and cortical control of phonation for speech in response to a public speech preparation stressor. Brain Imaging and Behavior, 14(5), 1696–1713. https://doi.org/10.1007/s11682-019-00102-x
- Q15Guenther, F. H. (2016). Neural Control of Speech. MIT Press.
- Q16Tourville, J. A., Reilly, K. J., & Guenther, F. H. (2008). Neural mechanisms underlying auditory feedback control of speech. NeuroImage, 39(3), 1429–1443. https://doi.org/10.1016/j.neuroimage.2007.09.054
- Q17Herbst, C. T., Elemans, C. P. H., Tokuda, I. T., Chatziioannou, V., & Švec, J. G. (2025). Dynamic system coupling in voice production. Journal of Voice, 39(2), 304–316. https://doi.org/10.1016/j.jvoice.2022.10.004
- Q18Maturana, H. R., & Varela, F. J. (1980). Autopoiesis and Cognition: The Realization of the Living. D. Reidel.
- Q19Castillo-Allendes, A., Delgado-Bravo, M., Reyes Ponce, A., & Hunter, E. J. (2025). Muscle activity and aerodynamic voice changes at different body postures: A pilot study. Journal of Voice, 39(2), 439–447.